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Geräteraum einer Sporthalle mit Sprungpferd, Sprungkästen und Ballwagen – Prüfung von Turnbänken und Turngeräten
Geräteart

Turnbänke prüfen und warten

Turnbänke werden getragen, geschoben, gestapelt, eingehängt und beklettert. Kaum ein Gerät in der Halle wird häufiger bewegt – und kaum eines zeigt Verschleiß so unauffällig.

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  • Prüfung im aufgestellten Zustand
  • Dokumentierter Befund je Gerät
  • Wartung und Instandsetzung auf Wunsch
  • Herstellerunabhängig

Worauf es bei dieser Geräteart ankommt

Die Turnbank ist ein Mehrzweckgerät: Sitzgelegenheit, Balancegerät, schiefe Ebene beim Einhängen in die Sprossenwand, Abgrenzung im Spielbetrieb. Genau diese Vielseitigkeit ist der Grund, weshalb Turnbänke in Schulhallen zu den am stärksten beanspruchten Geräten gehören.

Kritisch sind vor allem drei Bereiche: die Hakenaufhängung, mit der die Bank in Sprossenwand oder Kasten eingehängt wird, die Verbindung zwischen Sitzfläche und Untergestell und der Zustand des Holzes. Alle drei verändern sich langsam, und alle drei fallen im Betrieb erst auf, wenn es zu spät ist.

Prüfschwerpunkte

  • Sitzfläche: Risse, Splitter, Astausbrüche, Delamination, Durchbiegung
  • Unterseite und Schmalseite: Zustand des Holzes, Feuchteschäden, Verzug
  • Verbindung Sitzfläche zu Untergestell: Schrauben, Beschläge, Muttern, fester Sitz
  • Hakenaufhängung: Verformung, Risse, Befestigung, sicherer Sitz im Einhängepunkt
  • Kufen und Gleiter: Verschleiß, scharfe Kanten, fehlende Teile, Bodenschutz
  • Untergestell: Verformung, Risse, Schweißnähte, Korrosion
  • Standsicherheit und Kippverhalten auf ebenem Untergrund
  • Kennzeichnung und – soweit vorhanden – Angaben zur zulässigen Belastung

Typische Schadensbilder

  • gelockerte oder fehlende Schrauben zwischen Sitzfläche und Gestell
  • verschlissene oder abgefallene Gleiter, dadurch Beschädigung des Hallenbodens
  • aufgeraute, splitternde Sitzflächen nach jahrelanger Nutzung
  • verbogene Haken nach unsachgemäßem Einhängen oder Überlastung
  • Feuchteschäden und Verzug bei Lagerung in ungeeigneten Räumen
  • Risse an der Unterseite, die von oben nicht sichtbar sind

Normbezug

Für Turngeräte bestehen europäische Normen mit allgemeinen sicherheitstechnischen Anforderungen und Prüfverfahren; die übergeordnete Norm der Reihe ist DIN EN 913. Für einzelne Gerätearten gibt es zusätzlich eigene Normteile. Diese Normen richten sich in erster Linie an Hersteller.

Wir schreiben deshalb nicht „Prüfung nach DIN EN 913“, sondern beschreiben konkret, welche Punkte wir am Bestandsgerät betrachten. Was für Ihr konkretes Gerät gilt, hängt zusätzlich von Bauart, Alter und Herstellerangaben ab.

Wartung und Instandsetzung

Viele Punkte lassen sich im Rahmen der Wartung direkt beheben: Schrauben nachziehen und sichern, Gleiter tauschen, Oberflächen glätten und behandeln, Haken richten oder ersetzen.

Strukturelle Schäden an der Sitzfläche – durchgehende Risse, Delamination, starker Verzug – sind dagegen ein Fall für Austausch oder Instandsetzung. Ein Hinweis aus der Praxis: Turnbänke sollten trocken und liegend gelagert werden; ein Großteil der Holzschäden entsteht nicht im Gebrauch, sondern in der Lagerung.

Häufige Fragen

Sprungkastenteile auf dem Transportwagen in einer Turnhalle – bewegliche Geräte wie Turnbänke werden täglich umgesetzt
Bewegliche Geräte werden täglich getragen, gestapelt und gerollt – der Verschleiß bleibt lange unauffällig.
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